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Lexikon

Referenzgewicht: Definition und Bedeutung beim Probenversand

Referenzgewicht – Das Referenzgewicht ist das Gewicht der freigegebenen Referenzsendung einer Empfängergruppe, an dem jede fertige Sendung am Ende der Packstation gemessen wird, damit fehlende oder doppelte Positionen auffallen.

Auch: Freigabegewicht, Prüfgewicht je Sendung, Gewicht der Referenzsendung

Was heißt Referenzgewicht in der Praxis?

Wie entsteht das Referenzgewicht? Am Tag nach dem Wareneingang packen wir für jede Empfängergruppe eine Referenzsendung genau nach Stückliste, wiegen sie mehrmals und schicken Ihnen Fotos von Inhalt, Packreihenfolge und verschlossener Sendung. Mit Ihrer Freigabe wird der gemessene Wert zum Referenzgewicht dieser Gruppe und steht in der elektronischen Arbeitsanweisung der Station. Ändert sich später Inhalt, Karte oder Versandverpackung, gibt es eine neue Referenzsendung – der alte Wert gilt dann nicht mehr. Bei drei Gruppen gibt es also drei Referenzgewichte, und jede Station kennt nur den Wert der Gruppe, die sie gerade packt.

Wie eng wird die Toleranz gesetzt? Enger als das leichteste Teil der Sendung, sonst rutscht eine unvollständige Sendung durch. Beispiel: Wiegt die Referenzsendung mit drei Sachets und Karte 86 g und das leichteste Sachet 5 g, legen wir die Toleranz auf ±3 g fest. Schwanken die Proben selbst stark, etwa Tiegel mit unterschiedlicher Füllung, zählen wir an dieser Station zusätzlich per Sicht und vermerken das in der Arbeitsanweisung.

Was passiert, wenn die Waage anschlägt? Die Sendung wird ausgeschleust, geöffnet und gegen die Stückliste nachgezählt; erst danach geht sie zurück in den Ablauf. Der Wiegeschritt kostet rund 3 Sekunden je Sendung. Weil eine vertauschte Karte gleichen Gewichts auf keiner Waage auffällt, vergleicht die Schichtleitung außerdem alle 250 Sendungen ein Stück mit Datei und Muster. Häufungen vermerken wir mit Anzahl und Ursache im Protokoll zur Versandliste.

Wo geht es weiter? Wie Waage, Toleranz und Stichprobe zusammenspielen, erklärt der Ratgeber zu fehlenden und doppelten Proben. Ein typischer Fall mit leichten Positionen ist das Probenmailing mit Sachets und Minis.

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